News im 1. SSV SAALFELD
2 Punkte für Kristin! HSG Saalfeld/Könitz – HSV Weimar 33:29 (17:16)
Trotz der Tabellensituation war den Saalfelderinnen vor Anpfiff klar: Das wird kein Selbstläufer. Man stellte sich auf ein Spiel auf Augenhöhe ein – mit dem festen Ziel, die Punkte in eigener Halle zu behalten.
Um 15:00 Uhr ertönte der Anpfiff in der HSG-Arena. Beide Teams traten nahezu in Bestbesetzung an und lieferten sich von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Nach acht Minuten führte die HSG knapp mit 4:3 – doch dann der Schockmoment: Kristin Heerwagen musste nach einer unglücklichen Konteraktion verletzungsbedingt vom Feld. Wenig später wurde sie von den Rettungskräften ins Saalfelder Krankenhaus gebracht. Zunächst stand eine schwere Fußverletzung im Raum. Für die Mannschaft war sofort klar: Jetzt erst recht. Die zwei Punkte sollten für Kristin erkämpft werden. Bis zur 17. Minute hielt die HSG gut dagegen, verlor dann jedoch kurzzeitig den Rhythmus und geriet ins Hintertreffen. Doch wer dachte, das Spiel würde kippen, hatte die Rechnung ohne die Saalfelderinnen gemacht. Angeführt von Christiane Wilson und Vivien Lutz kämpfte sich das Team zurück und verwandelte den Rückstand bis zur 28. Minute in eine Drei-Tore-Führung. Mit einem knappen 17:16 ging es schließlich in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel war das Ziel klarer denn je: Mit Leidenschaft, Teamgeist und unbedingtem Siegeswillen sollte der Erfolg gesichert werden. Die Führung wurde in den zweiten 30 Minuten nur einmal kurzzeitig aus der Hand gegeben. Vor allem Julia Fröhlich setzte immer wieder starke Akzente, durchbrach die Weimarer Abwehr und überzeugte mit insgesamt sieben sehenswerten Treffern. Bis zur 38. Minute blieb es ein enges Duell auf Augenhöhe, ehe sich die HSG mit einem Vier-Tore-Lauf erstmals etwas absetzen konnte. Doch technische Fehler, eine schwache Chancenverwertung und Unachtsamkeiten in der Defensive ermöglichten es den Gästen, in der 47. Minute noch einmal zum 26:26 auszugleichen. Die Antwort folgte prompt: Spätestens in der 57. Minute war klar, dass die Punkte in Saalfeld bleiben würden. Zwei Tore von Vivien Lutz und ein Treffer von Julia Fröhlich stellten auf 31:27. In der Schlussphase setzte Torhüterin Theresa Jakusch mit zwei gehaltenen Siebenmetern ein starkes Ausrufezeichen. Nach 60 intensiven Minuten stand ein verdienter 33:29-Erfolg auf der Anzeigetafel. Als Spielerin des Spiels wurde Christiane Wilson ausgezeichnet, die mit fünf wichtigen Treffern Verantwortung übernahm und in einer emotionalen Partie voranging. Auch wenn spielerisch nicht alles perfekt lief, rückte das Ergebnis an diesem Tag fast in den Hintergrund. Am Abend folgte die bittere Diagnose: Kristin hat sich die Achillessehne, entgegen erster Vermutungen, doch komplett gerissen. Eine lange Reha steht nun bevor – doch die gesamte Mannschaft und der Verein stehen geschlossen hinter ihr. Liebe Kristin, wir kämpfen weiter für dich und freuen uns schon jetzt auf dein Comeback! #8