Hinweis zu Cookies

Das akzeptiere ich. Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihre bevorzugte Sprache zu speichern und um das Kontaktformular vor SPAM zu schützen

News im 1. SSV SAALFELD

Handball | Montag, 09.02.2026

Starke Aufholjagd bleibt unbelohnt: HSG IV unterliegt in Weimar 24:29

Nach verschlafener erster Halbzeit kämpft sich die HSG IV in Weimar eindrucksvoll zurück, schnuppert an der Wende, doch eine strittige Szene und alte Schwächen verhindern die Belohnung. Am Ende steht eine 24:29-Niederlage mit bitterem Beigeschmack.

Mit einer guten Besetzung und einem positiven Gefühl im Gepäck machte sich die HSG IV auf den Weg nach Weimar. Erstmals stand mit B. Möbius ein neues Gesicht im Kader, was zusätzliche Wechselmöglichkeiten im Rückraum eröffnete. Die Vorzeichen schienen günstig, auch wenn die Auswärtsspiele in Weimar in den vergangenen Jahren stets eng, intensiv und emotional gewesen waren – meist mit dem besseren Ende für uns. Nach zuletzt einigen Niederlagen sollte nun endlich wieder ein Erfolgserlebnis her. Mut machte zudem das Hinspiel am 1. Spieltag, das wir dank einer stabilen Abwehr und einer überragenden Torhüterleistung mit 17:14 für uns entscheiden konnten. Genau daran wollte die „Vierte“ anknüpfen. Doch diese Hoffnung zerschlug sich in der ersten Halbzeit nahezu vollständig. Die Anfangsphase lief komplett an uns vorbei, insbesondere die Abwehrarbeit ließ vieles vermissen. Weimar nutzte die Lücken konsequent, während unsere beiden Torhüter oft auf sich allein gestellt waren. Trotz neun Paraden zwischen den Pfosten ging es mit einem verdienten und deutlichen Rückstand von 10:17 in die Halbzeitpause. Dennoch war klar: Noch war nichts verloren. Die zweite Halbzeit begann zunächst ausgeglichen, ehe ab der 35. Minute ein spürbarer Ruck durch die HSG-Mannschaft ging. In den folgenden neun Minuten zeigte die „Vierte“ ihre stärkste Phase des Spiels und kämpfte sich mit einem beeindruckenden 6:0-Lauf auf 18:20 heran. Der Glaube an die Wende war zurück, und in der 48. Minute verkürzten wir sogar auf 20:21. Eine unnötige Zeitstrafe brachte Weimar jedoch wieder etwas Luft. Die Gastgeber nutzten die Überzahl und setzten sich auf 20:23 ab. Kurz darauf folgte eine Szene, die dem Spiel eine bittere Wendung gab: Ein klarer Kopftreffer gegen unseren Torhüter wurde von den erfahrenen Schiedsrichtern nicht erkannt. Trotz vehementer Reklamationen – sowohl vom Torhüter als auch vom Trainer – wurde das Spiel nicht unterbrochen, und Weimar traf ins verwaiste Tor. Obendrauf erhielt Frank Weigold die erste Zeitstrafe seiner fast 50-jährigen Handballkarriere wegen wiederholten Reklamierens. Diese Situation brach der HSG endgültig das Genick. In Überzahl zog Weimar auf 20:25 davon. Zwar gaben sich unsere Spieler nicht auf und versuchten mit offensiver Deckung noch einmal alles, doch der Rückstand ließ sich nicht mehr entscheidend verkürzen. Am Ende stand eine 24:29-Niederlage, die vor allem auf die schwache erste Halbzeit zurückzuführen war. Abschließend bleibt festzuhalten: Die Niederlage lag nicht am Schiedsrichterduo, auch wenn die klare Fehlentscheidung einen faden Beigeschmack hinterließ. Positiv hervorzuheben sind die deutliche Leistungssteigerung der HSG IV in der zweiten Halbzeit sowie die faire und tolle Geste des verletzten Weimarer Torhüters nach dem Spiel. Die versprochene Kiste Saalfelder Bier für den Kopftreffer wird sich Frank Weigold jedenfalls schmecken lassen.