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Glückliches Ende im Pokalkrimi gegen Jena

05.01.2020

1.SSV Saalfeld gegen HBV Jena 26:25 (13:15)

Das Handball-Jahr startete für die Frauenmannschaft des 1. SSV Saalfeld mit einem echten Kracher. Zwei Spitzenteams aus den Landesliga-Staffeln und dazu eine gut gefüllte Halle – es war alles gerichtet für einen echten Pokalkrimi. Und genau der sollte es auch werden. Auch wenn die Saalfelderinnen krankheitsbedingt mit Romina Pino  und Jenna Witter auf beide Kreisläuferinnen sowie mit Frances Ulke auf eine Rückraumspielerin verzichten mussten, konnte man auf einen starken Kader zurückgreifen. Vor allem aber war man vor der Partie gewillt, gegen den HBV Jena ins Pokalhalbfinale einzuziehen. Doch diesen Willen ließen die Gastgeberinnen leider lange Zeit auf dem Spielfeld vermissen. Die Jenaerinnen waren von Anfang an wesentlich wacher und präsenter. Mit druckvollem Angriffsspiel überwanden sie ein ums andere Mal die offensive Abwehr und schnell sahen sich die SSV-Damen mit 1:4 im Hintertreffen. Den Gastgeberinnen gelang noch nicht allzu viel. Im Angriff fand man nicht ins Spiel, verlor unnötig die Bälle und schenkte den Gästen damit einige einfache Tore. Bis zum 6:8 konnten die Saalfelderinnen noch ganz gut mithalten und den Rückstand in Grenzen halten. Doch danach nutzte Jena die Fehler der SSV-Damen konsequent aus und zog gegen Mitte der ersten Halbzeit auf 6:11 davon. Diesen 5-Tore-Vorsprung hielten sie bis zum 9:14. Die Saalfelderinnen schafften es einfach nicht, in der Abwehr Zugriff auf den Gegner zu bekommen, so dass sich diesem mit durchaus gut vorgetragenen Angriffen immer und immer wieder gute Tormöglichkeiten boten. Eine Umstellung auf die defensive Deckungsvariante brachte dann etwas mehr Sicherheit ins Spiel der Gastgeberinnen. So konnte man den Rückstand bis zur Pause noch auf 13:15 verkürzen. Eine bessere Chancenverwertung hätte möglicherweise sogar den Ausgleich herstellen können. Doch so waren zumindest die Chancen für einen Sieg noch gewahrt. 
Wer dachte, die SSV-Damen seien nun endlich im Spiel angekommen und könnten an die letzten Minuten der ersten Halbzeit anknüpfen, sah sich nach Wiederanpfiff mächtig getäuscht. Die Abwehr war nämlich zunächst quasi gar nicht mehr anwesend. Sicherlich war es auch unglücklich, dass vorn einige gute Chancen vergeben wurden. Aber dass die Jenaerinnen ohne große Mühe sechs Tore in Folge (13:19) erzielen konnten, war nicht akzeptabel. Und so rief Christian Szotowski in einer Auszeit zu Besonnenheit und Konzentration auf, wenn man nicht ganz unter die Räder geraten wollte. Doch weitere zehn Minuten später stand beim 17:23 immer noch ein Sechs-Tore-Rückstand zu Buche. Erst dann kamen die Saalfelderinnen endlich wieder besser ins Spiel. Es gelangen einige einfache Tore aus dem Rückraum und die Abwehr stand nun auch stabiler. So konnte man auf 21:24 verkürzen. Als in der 54. Minute das 21:25 für Jena fiel, schien den SSV-Damen die Zeit davon zu laufen. Eine weitere Auszeit gab die Marschroute für die letzten Minuten vor: man braucht vorn schnelle Tore, will man eventuell noch die Verlängerung erreichen. Doch was die Saalfelderinnen dann zeigten, grenzt an ein kleines Handball-Pokal-Wunder. Während die Jenaerinnen versuchten, den Vorsprung über die Zeit zu retten, witterten die Gastgeberinnen ihre Minimalchance und nutzten sie. Spätestens beim 23:25 war auch die Halle wach und peitschte die Mannschaft nach vorn. In den Schlussminuten war es vor allem Susanne Oertel, die auf Rechtsaußen frei gespielt wurde und die Bälle sicher verwandelte. Auch eine Auszeit der Gäste brachte diesen nicht mehr die nötige Sicherheit zurück. Vielmehr erzielten die Gastgeberinnen nach gut 57 Minuten den Ausgleich und sowohl die Mannschaft als auch die Zuschauer spürten, dass plötzlich sogar der Sieg drin war. Die Abwehr war auf einmal nicht wiederzuerkennen. Den verunsicherten Jenaerinnen gelang nichts mehr, während die Saalfelderinnen tatsächlich das 26:25 erzielten. Doch zu diesem Zeitpunkt waren immer noch anderthalb Minuten zu spielen – eigentlich genug Zeit für die Gäste, noch einmal zurückzuschlagen. Aber die Abwehr war für Jena nun nicht mehr zu überwinden. Bei den Saalfelderinnen kämpfte einer für den anderen und peitschte sich damit zu Höchstleistungen. Als der letzte Freiwurf der Jenaerinnen in der Mauer landete, kannte der Jubel auf SSV-Seiten keine Grenzen. Eine verrücktes Pokalspiel fand damit einen vielleicht spielerisch nicht überzeugenden, aber dafür einen kämpferisch besseren und glücklichen Sieger. 
Es spielten: Altmann (TW), Friedrich (1), Fröhlich, J. (2), Fröhlich, M. (6), Grosse, Heerwagen (5), Kempe (1), Lutz, Oertel (10/1), Pleyer (1), Schüner, Simon

 

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