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Starke 15 Minuten führen zu deutlichem Sieg

14.11.2021

HBV Jena II gegen 1. SSV Saalfeld 20:29 (8:20)

Über ihren dritten Sieg im dritten Auswärtsspiel der Saison können sich die Handballfrauen des 1. SSV freuen. Dieser fiel gegen die Reserve des HBV Jena deutlich aus (20:29). Erarbeitet hat man sich diesen Sieg im Prinzip einzig und allein in der ersten Viertelstunde des Spiels. Die Maßgabe des Trainergespanns, hellwach und mit der nötigen Aggressivität in der Abwehr ins Spiel zu gehen, wurde furios umgesetzt. Das erste Tor der Partie überließen die Saalfelderinnen zwar noch den Gegnerinnen. Aber, was dann folgte, überraschte wohl alle in der Halle. Die Gäste spielten die offensive 3-2-1-Abwehr schon fast bilderbuchmäßig. Immer wieder gelang es den SSV-Damen – allen voran Kristin Heerwagen und Vivien Lutz – Bälle abzufangen und in Kontertore umzuwandeln. Den Jenaerinnen fehlten gegen die kompakte Abwehr jegliche Ideen. Und wenn sie doch mal zum Abschluss kamen, hatte man mit den Keepern zudem einen starken Rückhalt im Tor. Nach knapp elf Minuten stand es somit 1:10 und weitere drei Minuten später hatte man sich einen komfortablen Vorsprung von 2:14 herausgespielt. Mit der ersten 2-Minuten-Strafe endete allerdings die Phase, in der man die Gastgeberinnen regelrecht überrollte. Das Spiel beruhigte sich nun etwas und die Mannschaften begegneten sich mehr auf Augenhöhe. Da man nun auch nicht mehr so viele Ballgewinne in der Abwehr erzielen konnte, mussten die Saalfelderinnen Lösungen im Positionsangriff finden. Damit hatten sie an diesem Tag allerdings einige Probleme. Die durchaus mitunter sehr gelungenen Aktionen im Angriff konnten leider nicht über die ganze Zeit gezeigt werden. Und so führten nun Ballverluste zu Gegenkontertoren der Jenaerinnen. Trotzdem gelang es den Gästen, den Vorsprung von zwölf Toren bis zur Pause zu halten (8:20).

Wer sich nun gedacht hat, das Spektakel aus der ersten Halbzeit würde sich fortsetzen, sah sich leider massiv getäuscht. Es wirkte so, als ob eine komplett andere Mannschaft auf dem Feld stehen würde. In der Abwehr verlor man den Faden. Den Jenaerinnen gelangen immer wieder Durchbrüche bis zum Kreis, die sie in Tore umsetzten. Viel zu oft ließ man die Gegnerinnen einfach gewähren. Und im Angriff gelang gleichzeitig auch kaum noch etwas. Viel zu ideenlos vertändelten die Saalfelderinnen immer wieder den Ball. Zu wenig Druck auf die Abwehr, zu wenig Bewegung ohne Ball und dazu noch einige vergebene Chancen führten dazu, dass in der gesamten zweiten Halbzeit nur noch schlappe neun Tore gelangen. So viele wie in zehn Minuten der ersten Hälfte. Jena traf im Gegensatz dazu nun häufiger, so dass sie immer weiter aufholten (13:21, 18:24, 19:28). Am Ende steht mit 20:29 ein nie gefährdeter deutlicher Sieg. Allerdings ist es doch recht unerklärlich, wie es zu einem solchen Leistungseinbruch kommen konnte. Die Saalfelderinnen sollten nun auf die Leistung aus den ersten Minuten der Partie aufbauen. Bereits nächsten Samstag können sie im ersten Heimspiel der Saison zeigen, dass sie auch über 60 Minuten eine stabile gute Leistung bringen können.

Es spielten: Jakusch (TW), Skodlerak (TW), Balik (1), Fröhlich, J. (2), Heerwagen (9), Kempe (3/1), Lautenschläger, Lutz (5), Oertel (4), Pleyer (4), Witter (1)

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