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Mit Krampf und Kampf zum Sieg

03.04.2022

HSV Weimar gegen 1. SSV Saalfeld 21:23 (8:10)

Nach drei spielfreien Wochenenden mussten die Handballerinnen des 1. SSV Saalfeld am Samstag beim HSV Weimar antreten. Die gute Nachricht vorweg: Die Saalfelderinnen konnten die zwei Punkte mit nach Hause bringen. Leider gibt es sonst relativ wenig Positives zu berichten. Wie so oft zeigten die SSV-Damen mal wieder ihr Auswärts-Gesicht. So ziemlich nichts erinnerte an den souveränen Heimauftritt von vor vier Wochen, bei dem man die Weimarerinnen mit einem deutlichen 32:14 nach Hause schickte. Schon den Beginn der Partie verschlief man vollends. Im Angriff zeigten die Saalfelderinnen Standhandball vom Feinsten. Keine Bewegung, dazu ein technischer Fehler bzw. ein Fehlabspiel nach dem anderen. Dazu noch ein vergebener Siebenmeter und schon sah man sich mit 3:0 im Rückstand. Die Weimarerinnen waren wesentlich wacher, traten deutlich entschlossener auf. Erst nach über sieben Minuten gelang den SSV-Damen der erste Treffer. Von da an wurde es ein wenig besser, aber von einer guten Leistung war man immer noch weit entfernt. Auch in der Abwehr zeigte man nicht die aus den Heimspielen gewohnte Leistung. Immer wieder kamen die Weimarer Spielerinnen frei durch. Außerdem fehlten damit die Ballgewinne und somit die leichten Kontertore. So musste jeder Treffer hart erarbeitet werden. Trotzdem konnten die Gäste beim 4:4 den Ausgleich herstellen und sich nach dem 5:5 sogar ein wenig absetzen (5:8, 6:9). Doch auch dieser Vorsprung brachte keine Stabilität ins Spiel. Nach wie vor kam der Angriffsmotor nicht so recht ins Laufen. Bis zur Pause rettete man einen Vorsprung von zwei Toren (8:10).

Für den zweiten Spielabschnitt nahmen sich die Saalfelderinnen natürlich eine deutliche Leistungssteigerung vor. Doch diese sollte an diesem Tag einfach nicht möglich sein. Zwar stand man in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit stabiler in der Abwehr, was zunächst ein 9:12 einbrachte. Aber vorn ging nach wie vor nichts. Eine schiere Flut an Fehlpässen und inkonsequenten Aktionen brachte den Gegner wieder zurück ins Spiel. Die Ballverluste wurden durch Weimar mit einfachen Kontertoren bestraft. Das hatte man sich eigentlich genau umgedreht vorgestellt. Im Angriff spielte man viel zu oft den Ball quer, wollte aus unmöglichen Situationen die Kreisläuferinnen bedienen oder suchte die Nebenfrau, anstatt die eigene Chance zu suchen und konsequent zum Tor zu gehen. So glich Weimar beim 12:12 wieder aus und ging in der 42. Minute sogar mit 12:14 in Führung. In den nächsten Minuten entwickelte sich eine enge und hitzige Partie, bei der die Führung wechselte (14:14, 17:16, 18:19). In der 55. Minute war das Spiel weiterhin ausgeglichen (20:20) und es war klar, dass die Gäste nun nochmal alles in die Waagschale werfen müssen, um die zwei Punkte mitzunehmen. Über einen großen Kampfgeist schaffte man dies letztlich auch. In der Schlussphase war es vor allem Vivien Lutz, die sich ein Herz nahm und mit drei Toren für die Vorentscheidung sorgte. Gerettet hat die Saalfelderinnen an diesem Tag aber Theresa Jakusch im Tor, die ihre bis dahin schon souveräne Leistung in der Schlussphase mit mehreren starken Paraden krönte. Damit stand am Ende ein hart erkämpfter 21:23-Auswärtssieg zu Buche.

Es spielten: Jakusch (TW), Barten (TW), Balik, Bock (4), Fröhlich, J. (1), Fröhlich, M. (7/2), Kempe (1), Lautenschläger (1), Lutz (6), Oertel (2), Schober, Witter (1)

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