News im 1. SSV SAALFELD
Die Handball-Saalefüchse und ihr Rennen gegen die Demografie
Saalfeld/Bad Blankenburg. Personeller Wechsel bei Nachwuchs-Handballern: Wie der neue Nachwuchskoordinator mit den „Saalefüchsen“ in die zweite Saison geht.
Von Peter Scholz, Redakteur/ Reporter Sportcontent - Saalfeld/ Rudolstadt Osthüringer Zeitung am 18.08.2026, Foto © Peter Scholz
Das Ziel ist ambitioniert: „Wir möchten uns in der Spitze des Nachwuchs-Handballs in Thüringen etablieren“, sagt Christian Szotowski. Konkret heißt das für den Nachwuchskoordinator der Handballer der HSG Saalfeld/Könitz und des HSV Bad Blankenburg, dass „wir in Thüringen die dritte Kraft sein wollen“. Bei den Jungen sieht man vor allem Eisenach und Jena als Konkurrenten auf diesem Weg, bei den Mädchen spielen vor allem die THC-Mädels in einer anderen Liga.
Nachfolger jahrelang beim Handball verwurzelt
Szotowski ist seit etwas mehr als zwei Wochen Nachfolger von Clemens Rein. Der ehemalige Torhüter des HSV Bad Blankenburg war in den vergangenen Jahren treibende Kraft im Nachwuchsprojekt der Handballvereine im Städtedreieck, baute Strukturen auf und hob mit den rasch dazugewonnenen Mitstreitern die „Saalefüchse“ aus der Taufe. Jetzt zieht es Rein aus privaten Gründen nach Niedersachsen. Doch mit Szotowski hat er einen ebenfalls im positiven Sinne handballverrückten Nachfolger gefunden, der seit Jahren im Vorstand des 1. SSV Saalfeld aktiv und zudem jahrelang Trainer der erfolgreichen Frauenmannschaft der HSG Saalfeld/Könitz ist.
„Zurzeit bin ich vor allem damit beschäftigt, zu sortieren und die Strukturen anzuschauen“, erzählt Szotowski über die ersten Tage im neuen Job. Er weiß, dass er einerseits in große Fußstapfen tritt und andererseits vor Riesenaufgaben steht. Denn der Erfolg und damit verbunden die immer größer werdenden Herausforderungen sind groß – und das nicht nur kurz-, sondern auch mittelfristig.
Heute trainieren an verschiedenen Standorten bis zu 350 Kinder und Jugendliche, die von mehr als 60 Trainern und Betreuern bei ihrem Hobby unterstützt werden. Spannend wird sein, wie sich diese Zahlen weiterentwickeln. „Denn in drei bis fünf Jahren kommen die geburtenschwachen Jahrgänge auf uns zu“, erklärt Szotowski. Um weiterhin in Thüringens Spitze im Nachwuchs mitmischen zu können, „wäre es gut, wenn wir diese Zahlen auch künftig halten“, so der Nachwuchskoordinator.
Neues Format wird an Grundschulen ausprobiert
Und so sollen fast selbstredend die Kooperationen mit den Grundschulen und Kindergärten aufrechterhalten bleiben und zugleich neue Formate ausprobiert werden: In den Grundschulen in Gorndorf und Bad Blankenburg sollen künftig die Handball-Arbeitsgemeinschaften direkt vor den Trainingszeiten und nicht direkt in den Schulzeiten stattfinden. „Wir wollen damit probieren, ob wir damit leichter die Kids für eine Teilnahme am Training animieren können“, so Christian Szotowski.
Entscheidend sei zudem, „dass wir unser Projekt weiter mit Leben erfüllen und weiter zusammenwachsen“, so Szotowski. Mit den Saalefüchsen habe man seit der vergangenen Saison durch eine gemeinsame Marke auch eine gemeinsame Identität. Deutlich soll diese handballerische Macht vor allem auch am kommenden Wochenende werden: Am Samstag soll mit einem riesigen Teamfoto aller Vereinsmitglieder des HSV Bad Blankenburg und der HSG Saalfeld/Könitz die handballerische Kraft im Städtedreieck deutlich werden.
Zuerst erschienen in OTZ am 18.08.2026. Link: