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Sportgruppen gekündigt

22.12.2009

Reha-Klinik Bergfried meldet Eigenbedarf an - Nicht für alle Sportler finden sich Räume

Von OTZ-Redakteurin Ute Häfner Saalfeld.

Die Herzsportgruppe des 1. SSV Saalfeld muss sich neue Trainingsräume suchen. Ihr, aber auch den Gruppen der Lungen- und der Aquasportler wurden durch die Geschäftsleitung der Reha-Klinik Bergfried zum Jahresende die Räume gekündigt bzw. bestehende Mietverträge nicht verlängert.

Christine Polzin, Elsa Schwaabe, Ingrid Lange und Christine Arnoldt drücken namens rund 130 weiterer Sportler ihren Unmut über das Verhalten der Klinik aus, die in ihren Augen kein Herz für den Herzsport hat. Denn solch spezielle Sportgruppen brauchen nicht nur Trainer und Räume, sondern auch einen Arzt in der Nähe. Der stand in der Reha-Klinik per Knopfdruck bereit.

Die Idee, solch spezielle Sportgruppen in der Klinik aufzubauen, kam vor 15 Jahren den Verantwortlichen in der Klinik selbst, denn bis dato ungenutzte Hallenzeiten konnten nun vermietet werden. Außerdem wurden die Sportler in eine wissenschaftliche Studie eingebunden, erinnert man beim SSV. Zwar weiß man, dass die Klinik als Hausherr und laut Vertrag das Kündigungsrecht hat, "aber diese Art und Weise ist unter Vertragspartnern unüblich", erregt sich SSV-Vorsitzender Lutz Grau.

Auch Aquakurse der Kreisvolkshochschule (KVHS) wurden gekündigt. KVHS-Leiter Peter Laufke erinnert sich, dass die Reha-Klinik anfangs mündlich eine Vertragsverlängerung in Aussicht gestellt habe, "und nachdem wir baten, diese auch schriftlich zu bekommen, hieß es Ende November, der Vertrag werde nicht verlängert."

Romy Enke von der Klinik-Geschäftsleitung bedauert die Kündigungen, "es tut uns schrecklich leid." Doch das neue Patientenklientel in der seit diesem Jahr sehr gut ausgelasteten Klinik erfordere verstärkt Therapien, für die man die Hallenzeiten benötige, auch in den bisher ungenutzten Mittagszeiten und am Abend. Zudem müsse man auch andere Freizeitangebote bereit halten, das verlange der Kostenträger. Lediglich zwei Gruppen der Rheuma-Liga könne man im Haus noch Hallenzeiten bieten, so Enke.

Hallenzeiten sind auch in den städtischen Turnhallen knapp. Thomas Säuberlich, Leiter des städtischen Sportamtes, kann weder den Aquasportlern des SSV, noch denen der KVHS freie Termine in der Schwimmhalle bieten. Die Gesundheitssportler aber könnten künftig in der Aula der Scholl-Schule trainieren und dort auch das Gerät, das sie jetzt in der Klinik aufgestellt hatten, unterbringen. Die neuen Räume bieten den Gesundheitssportlern allerdings nicht die idealen Möglichkeiten, die sie auf dem Bergfried hatten, denn Walking in der Stadt hält Christine Polzin nicht für günstig. Und ein Arzt im Ehrenamt, der die Sportgruppe nach Vorstellung des SSV betreut, muss auch erst noch gefunden werden.So stelle ich mir Partnerschaft nicht vor.

Lutz Grau, Vorsitzender 1. SSV

21.12.2009

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